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Firmengründung

d.o.o. in Serbien gründen: Ablauf, Dauer und Kosten

16. Juni 2026

Wer als ausländisches Unternehmen in Serbien Fuss fassen will, gründet in den meisten Fällen eine d.o.o. (društvo s ograničenom odgovornošću) – das serbische Pendant zur GmbH. Sie ist die mit Abstand häufigste Rechtsform, weil sie schnell, günstig und mit beschränkter Haftung verbunden ist.

Das Stammkapital beträgt symbolische 100 Dinar, also weniger als ein Euro. Eine d.o.o. kann zu 100 Prozent in ausländischem Eigentum stehen, ein serbischer Mitgesellschafter ist nicht nötig. Ein lokaler Geschäftsführer ist nicht zwingend, in der Praxis aber gegenüber Banken und Behörden ein grosser Vorteil.

Der Ablauf in Kürze

  1. Name und Tätigkeiten festlegen und die Gründungsunterlagen erstellen (Gesellschaftsvertrag, Beschlüsse, Unterschriftenmuster).
  2. Eintrag im Handelsregister (APR), der zentralen Registerbehörde. Dabei entstehen Firma, Steuernummer (PIB) und Registernummer.
  3. Geschäftskonto eröffnen bei einer serbischen Bank und das Kapital einzahlen.
  4. Steuerliche Registrierung und, falls relevant, Anmeldung zur Mehrwertsteuer (PDV).
  5. Mitarbeitende anmelden, sobald die ersten Anstellungen erfolgen.

Realistisch ist die Gesellschaft innerhalb weniger Tage im Register. Die Kontoeröffnung kann zusätzlich ein bis zwei Wochen dauern. Die Gewinnsteuer liegt bei 15 Prozent, einer der niedrigsten Sätze Europas.

Die eigentliche Hürde ist selten das Formale, sondern die Umsetzung vor Ort: die richtige Bank, ein verlässlicher Buchhalter, der Umgang mit Behörden auf Serbisch. Genau hier setzen wir an, mehr dazu auf unserer Serbien-Seite. Wer in der Anfangsphase Führung vor Ort braucht, findet sie über unser Ad-Interim-Management.

Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung; die konkrete Ausgestaltung hängt von Ihrem Vorhaben ab.

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